Ist Edits statt CapCut für Unternehmen (schon) besser? Lohnt es sich einen Blick darauf zu werfen? Wir schauen uns die neue App an und vergleichen mit dem Instagram Original und der etablierten App CapCut. Was sind die Vor- und Nachteile und für wen lohnt es sich, zu wechseln.
Vorteile von Edits
- Edits ist überschaubar und hat deutlich weniger Funktionen als CapCut. Für viele Einsteiger ist das ein starkes Plus. Sie werden nicht überfordert und haben schnellen Zugang zu Kernfunktionen und ersten Premium-Funktionen.
- Fertige Reels können aus Edits ohne Wasserzeichen exportiert werden und sind so für andere Kanäle geeignet.
- Edits ist (noch) kostenlos.
- Edits ist auf die Nutzung von Instagram zugeschnitten. Wer nur Meta-Kanäle bedient, wird mehr Spaß an der App haben. Du hast direkten Zugriff auf Reels auf Instagram und kannst Original-Sounds verwenden, hast einen Ideen-Speicher (Haftnotizen) und Insights zu bereits erschienenen Reels.
- Instagram verspricht Reels, die mit Edits erstellt werden, mehr Reichweite.
Im Vergleich zur Instagram Original-App
- Es gibt eine bessere Untertitel-Funktion und Highlighting.
- Du hast zusätzliche Effekte wie Zoom in, Fade, Echo und viele mehr.
- Erste Premium-Funktionen wie Overlay und CutOut geben dir Möglichkeit zu außergewöhnlichen Reels mit Effekten.
- Nun kam auch ein Teleprompter. Allerdings kannst du den Text nur mit der Smartphone-Tastatur befüllen. Kein Import oder Spracheingabe möglich.
- Freeze Frame – ist eine Funktion, mit der du einzelne Stellen eines Videos “einfrieren” kannst. Gut für coole Effekte. Bist du bereit für eine Challenge?
Was ich bei Edits noch vermisse:
- Die TITELBILD-Bearbeitung! Und zwar mit einer guten Möglichkeit Text und Sticker auf den Titel zu legen.
- Das Faden hat Edits mittlerweile an board. Leider erst für die Musik, noch nicht für Originalton.
Was kann CapCut besser?
Wer schon länger mit CapCut arbeitet, wird es nicht vermissen wollen. Es hat einige Funktionen, die Edits noch nicht erfüllen kann.
- Die Überlagerung hat Edits schon mitbekommen, was noch fehlt ist die Maskenfunktion, die gerade bei der Überlagerung (Overlay) gute Effekte erzielt.
- CapCut ist mit KI-Effekten schon ziemlich weit und bietet sie auch an.
- Audio-Spuren sind auf CapCut unschlagbar. Ein absolutes Top-Argument für CapCut: Hier kann ich Musik und/oder O‑Ton lauter und leiser werden lassen. Ganz wichtig bei Übergängen. Es ist so unprofessionell bei Videos auf Instagram, wenn Musik brutal und abgehackt in einen anderen Song übergeht oder einfach nur aufhört. Ein Fade-Out ist smooth.
FAZIT
Nutze Edits statt CapCut für Unternehmen, wenn du hauptsächlich auf Instagram und Facebook arbeitest und TikTok noch gar nicht bedienst. Oder deine Fähigkeiten in der Reel-Erstellung rangieren zwischen Einsteiger und Semi-Profi, dann wird Edits dich weiterbringen.
Willst du mehr und spielst gerne die ganze Klaviatur des Videoschnitts, dann ist Capcut die bessere Wahl.
TIPP
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Edits als CapCut-Ersatz, die Geschichte
CapCut ist eng mit TikTok verbunden, beide gehören dem chinesischen Konzern Bytedance. Du kannst aus CapCut direkt in TikTok posten und die Musik, die CapCut anbietet, sind mit den Lizenzen von TikTok ausgestattet. Ein klares Plus für die App CapCut für das Bespielen von TikTok. Meta will da ein Gegengewicht schaffen und mit Edits ähnliche Vorteile für Instagram und Facebook beim Erstellen von Reels bieten.
Dazu kommt, dass CapCut im Sog von TikTok im US-Markt kurzzeitig nicht in den App-Stores zur Verfügung stand. Die Rechtslage ist nach wie vor unsicher. Eine Chance für Meta, die Lücke zu füllen.
Hier geht es zur originalen Ankündigung von Meta.